VORWORT

EINLEITENDE WORTE DES GESCHÄFTSFÜHRERS

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei immer neuen Auflagen, dem öffentlichen Druck sowie wachsendem wirtschaftlichen Druck sehen wir uns alle einer Konsolidierungswelle gegenüber, die uns gemeinsam seit über 15 Jahren in der Branche in Atem hält.
Trotz stetig steigender Nachfrage nach deutschem Schweinefleisch (wenn auch getrieben durch den Export) erleben wir einen kontinuierlichen Rückgang in der Anzahl der Sauenhalter und im Sauenbestand. Das sogenannte Höfesterben trifft insbesondere Familienbetriebe. Es bedroht einen Großteil unserer bäuerlichen Strukturen und traditionellen Haltungsmethoden. Wir als LFD-Gruppe möchte dagegen etwas tun. Wir sehen in dem von uns entwickelten Partnerschaftsmodell eine Möglichkeit, gemeinsam die Probleme in der Branche aktiv anzugehen und zu lösen.

Wir wollen nicht auf Kosten von anderen Marktteilnehmern, sondern gemeinsam mit ihnen wachsen, um die deutsche Ferkelzucht langfristig zu erhalten und den Erzeugungsstandort Deutschland zu stärken. Wir müssen der Marktstärke unserer Abnehmer und der Hoheit der politischen Verwaltung eine gemeinsame Kraft entgegensetzen. Mit einem Partnerschaftsmodell möchten wir eine starke Gemeinschaft mit den Familienbetrieben bilden und gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft der Schweinezuchtbranche gestalten.

Wir würden uns freuen, mit Ihnen in Kontakt zu treten und Sie in der LFD-Familie begrüßen zu können.

Ihr Jörn F. Göbert
Vorsitzender der Geschäftsführung

MARKTSITUATION

HÖFESTERBEN HÄLT AN

Die aktuelle Branchenentwicklung:

  • Veränderung der Nachfrage nach deutschen Ferkeln in Richtung große Partien (gleiche Genetik, gleicher Gesundheitsstatus); Preisabschlag bei kleineren Gruppen
  • zunehmende Anzahl an Tierschutzbestimmungen und unklaren bzw. unerfüllbaren Auflagen (z.B. Kastenstände, Kastration)
  • genormtes Produkt „Ferkel“, daher Handlungsspielraum nur auf Kostenseite
  • Preis wird rein über Angebot und Nachfrage bestimmt
  • zunehmend unvorhersehbare Marktentwicklungen v.a. aufgrund von internationalen Einflüssen
  • ruinöse Marktsituationen dauern immer länger
  • Imageverlust der deutschen Ferkelerzeuger

Die Folgen daraus für den Erzeuger:

  • unregelmäßige und zu kleine Margen, Ohnmachtsgefühl gegenüber den Abnehmern
  • fehlende Investitionssicherheit
  • Schwierigkeiten in der Personalverfügbarkeit
  • schwindende Finanzierungsmöglichkeiten
  • schwindender operativer und finanzieller Handlungsspielraum

Die Folgen daraus für alle:

  • anhaltendes Höfesterben
  • kontinuierlicher Rückgang im Sauenbestand
  • viele Familienunternehmen geben ihren Betrieb auf
  • Nachfrageüberhang auf dem deutschen Ferkelmarkt gedeckt durch Import

„In fünf Jahren kommt jedes zweite Ferkel aus dem Import.
Das darf nicht sein.“ LFD

Frage:
„Werden Sie die Sauenhaltung in Ihrem Betrieb aufgeben?“ *

*Quelle: ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.

PERSPEKTIVEN

GEMEINSAM ERFOLGSFAKTOREN ENTWICKELN

Wir haben bei der zuvor beschriebenen Entwicklung schon zu lange zugeschaut. Im vergangenen Jahrzehnt sind uns daher schon drei Viertel unserer Marktkollegen verloren gegangen. Waren 2007 noch 29.000 Betriebe mit Zuchtsauenhaltung in Deutschland registriert, so sind es zehn Jahre später nur noch 8.000. Unter dem Stichwort Höfesterben wird dieser Negativtrend seit Längerem in den Medien, der Politik und der Öffentlichkeit diskutiert, ohne dass bisher langfristig zufriedenstellende Lösungen erarbeitet wurden.

Die LFD möchte vor diesem Hintergrund zusammen mit Branchenkollegen zentrale Erfolgsfaktoren für eine zukunftsträchtige Ferkelerzeugung in Deutschland entwickeln. Im Rahmen unseres Partnerschaftsmodells können wir zusammen als Teil einer wachsenden Gemeinschaft folgende Perspektiven am Markt verwirklichen:

  • Gruppeneigene Genetik
  • Bündelung im Verkauf von gleicher Genetik und Gesundheitsstatus führt zu höheren Zuschlägen
  • Optimierung der Behandlungsmethoden aus Tierhaltersicht
  • Verhandlungsspielräume mit Futtermittelherstellern
  • Stabile wirtschaftliche Situation bietet Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten

LFD-GRUPPE

ALS STARKER PARTNER

Mit Ihnen als Teil der LFD-Familie schaffen wir eine Zukunftsperspektive für Familienbetriebe, die weiter mit Leidenschaft unserem Handwerk nachgehen wollen.

Wir betreiben Ferkelzuchtbetriebe an elf Standorten in den neuen Bundesländern und Bayern sowie weitere kleinere Anlagen für die Ferkelaufzucht.

In Zeiten der Marktkonsolidierung erweist sich unsere Unternehmensgröße als ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Die LFD-Gruppe profitiert von einer guten technischen Ausstattung und einfachen Standardprozessen. Durch eine stabile Genetik, die Optimierung von Abläufen sowie die optimierte Gesundheitsversorgung der Tiere haben wir eine hohe Sauenproduktivität in Verbindung mit einer geringen Verlustquote. Zudem kann die LFD-Gruppe große einheitliche Partien mit eigenem Vertrieb und eigener Logistik anbieten und so wertvolle Handlungsspielräume gegenüber den Abnehmern schaffen. Durch eine wirtschaftliche Robustheit sind wir in der Lage, notwendige hohe Investitionen durch regulatorische Anforderungen oder z.B. Digitalisierungsbedarf abzufedern.

Diese Stärken möchten wir im Rahmen eines Partnerschaftsmodells einsetzen, um die Erzeugung in Deutschland zu sichern und Importe aus dem Ausland zu begrenzen.

DIE LFD IN ZAHLEN:


  • 53.000 Sauenplätze, 18.000 Mastplätze, 20.000 Plätze für die Jungsauenaufzucht 9 Biogasanlagen
  • über 400 Mitarbeiter (saisonal)
  • über 100 Mio. € Umsatzpotenzial bei einem durchschnittlichen Marktpreis für deutsche Ferkel
  • 4.000 Tiere pro Tag
  • 1,25 Mio. Haushalte in Deutschland werden von der LFD mit Schweinefleisch versorgt

PARTNERSCHAFTSMODELL

SO FUNKTIONIERT'S

GEMEINSAM STARK

UNABHÄNGIG BLEIBEN, ZUSAMMEN WIRTSCHAFTEN.

BEDROHUNG FÜR DEUTSCHE FERKELERZEUGER

MIT DER LFD IN EINE SOLIDE ZUKUNFT

In einer Partnerschaft auf Augenhöhe möchten wir mit mittelständischen Familienbetrieben Wettbewerbsvorteile ausschöpfen, um gemeinsam eine stabile und wachstumsorientierte Einheit zu bilden. Dabei ermöglichen wir unseren Partnern einen exklusiven Marktzugang und vermitteln Faktorkostenvorteile sowie verschiedene Rahmenressourcen. Sie als Partnerunternehmen sichern mit Ihren entscheidenden Prozessressourcen Stall und Personal eine nachhaltige Aufzucht. Gemeinsam harmonisieren wir das Endprodukt, sichern die Abnahme und verkaufen die Tiere in größeren Chargen. Als Partnerbetrieb behalten Sie dabei Ihre Eigenständigkeit und wirtschaften weiter unter Ihrem bisherigen Namen und Marktauftritt.

UNSERE VORTEILE

MIT DEM PARTNERSCHAFTSMODELL

Mit dem Partnerschaftsmodell möchten wir langfristig unser aller Existenz am Markt sichern. Wir wollen, dass sich deutsche Ferkelerzeuger – uns eingeschlossen – wieder auf ihr Handwerk konzentrieren können. Unsere Möglichkeiten gehen weit über die von Erzeugergemeinschaften hinaus. Denn viele von ihnen haben sich als reine Handelsplattformen (Einkauf oder Vermarktung) herausgestellt.

Durch die Unterstützung des Erzeugungsprozesses und einen direkten Marktzugang der LFD kann das Partnerschaftsmodell folgende Vorteile bieten:

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Stabilisierung der Margen

Sie profitieren von unserem Marktzugang und sind nicht mehr abhängig vom Preis des Abnehmers.
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Ausbau der Margen

Wir setzen uns dafür ein, dass Schweinefleisch in Deutschland künftig besser bezahlt wird. Gemeinsam langfristig höhere Margen erzielen.
fam22

Das Wir-Gefühl der LFD-Familie

Als Partner müssen wir uns nicht länger als Einzelkämpfer am Markt behaupten, sondern erhalten Planungssicherheit, inhaltlichen Austausch sowie ein neues Zugehörigkeitsgefühl.
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Klare Zukunftsperspektive

Gemeinsam können wir Probleme in der Branche lösen und in eine solide Perspektive für die Zukunft blicken.

WERDEN SIE TEIL DER LFD-FAMILIE

NEHMEN SIE KONTAKT AUF

LFD Holding GmbH

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